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Freiberuflich jobben: Was müssen Studenten beachten?

Freiberufliche Nachhilfe
Bafög hin, Finanzspritze der Eltern her: Studenten haben es schwer. Sie müssen ihren sprichwörtlich letzten Cent mehrmals umdrehen, um ihr Studium zu finanzieren.
Viele Studenten versuchen sich an den sogenannten Minijobs. Bis zu einem Verdienst von 450 Euro müssen keine Steuern entrichtet werden. Die Jahre zuvor lag die Grenze bei 400 Euro. Ein Blick auf den Lohnscheck verrät: Solche Tätigkeiten lohnen sich meistens nicht wirklich. Daher versuchen sich viele Studenten an einer freiberuflichen oder selbstständigen Tätigkeit.
Doch auch hier gilt es einige juristische und steuerliche Fallen zu beachten.
 
Welche freiberuflichen Tätigkeiten kommen für Studenten infrage?
Studenten arbeiten als Promoter, schreiben Werbetexte und führen Umfragen durch. Sie geben Nachhilfe und sind sich auch als Ghostwriter nicht zu schade. Die Freiberufe sind fest definiert. Sie müssen sich in eine der folgenden Tätigkeiten eingliedern lassen:
  • Erzieherisch
  • Künstlerisch
  • Schriftstellerisch
  • Unterrichtend
  • Wissenschaftlich
Daneben kommen noch einige steuerliche Punkte hinzu. Jeder Selbstständige muss seine Rechnungen selbst schreiben. Je nach Branche fallen diese unterschiedlich aus. Während sich ein Werbetexter diese Arbeit von seiner Agentur abnehmen lassen kann, kommt der freiberufliche Nachhilfelehrer nicht daran vorbei. Er muss seine Rechnungen selbst schreiben. (Rechnungsstellung im Vergleich)

Vor- und Nachteile der Selbstständigkeit
Als freiberufliche Arbeiter genießen Studenten eine hohe Freiheit. Sie können sich ihre Arbeitszeit selbst einteilen. Die Honorare fallen meistens höher aus. Allerdings sollte der Selbstständige über eine gute Gesundheit verfügen. Wer krank ist oder in den Urlaub fahren möchte, erhält kein Geld ausbezahlt. Da es keinen Arbeitsvertrag gibt, kann es zu Lohneinbußen kommen. Freiberuflich tätige Studenten müssen sich selbst versichern, da keine gesetzliche Sozialversicherungspflicht besteht. Dabei sollten sie genau aufpassen: Viele Studenten sind über ihre Familie gesetzlich mitversichert. Wenn sie diese kostenlose Versicherung behalten möchten, dürfen sie nicht mehr als 18 Stunden die Woche arbeiten und keinen sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmer einstellen. Zudem müssen sie eine Unfallversicherung über die Berufsgenossenschaft abschließen - sofern sie nicht über die Familie mitversichert sind.
Bafög-Empfänger sollten sich genau an die Verdienstgrenzen halten. Während der angestellte Student bis zu 400 Euro pro Monat verdienen darf, liegt die freiberufliche Einkommensgrenze bei 323 Euro. Damit das Kindergeld nicht wegfällt, sollte das Jahreseinkommen höchstens bei 8.004 Euro liegen.



Welche Unterlagen benötigt das Finanzamt?
Wer sich für eine freiberufliche Tätigkeit entschieden hat, muss diese beim Finanzamt angeben. Dazu liegt das Formblatt "Anzeige einer freiberuflichen Tätigkeit" bereit. Es muss nur einmal ausgefüllt werden, anschließend folgt der Versand der Steuernummer. Die Steuererklärung muss bis zum 31.Mai des Folgejahres vorliegen. Der Freiberufler muss sich entscheiden, ob er seine Tätigkeit als Kleingewerbe oder Vollgewerbe anmeldet. Für das Kleingewerbe spricht der geringere Buchführungsaufwand. Wenn der Jahresumsatz 17.500 Euro nicht übersteigt, reicht eine Einnahmen-überschuss-Rechnung aus. Ein Vollgewerbe benötigt weitere Unterlagen, wie beispielsweise Bilanz, doppelte Buchführung und Inventur. Studenten sollten sich an den Steuerfreibetrag in Höhe von 8.130 Euro halten. Bis zu diesem Jahresgewinn müssen keine Steuern an das Finanzamt entrichtet werden. Der Steuerfreibetrag wird aus dem Umsatz abzüglich der Kosten errechnet. Dabei können Studenten Werbungskosten geltend machen, zu denen Büromiete, Webhosting und Werbung gehören.
Eine freiberufliche Tätigkeit verspricht Studenten einen netten Zusatzverdienst. Da sie wahrscheinlich nicht mehr als 50.000 Euro verdienen, können sie von der Kleinunternehmerregelung Gebrauch machen. Mit dieser müssen sie in ihren Rechnungen keine Umsatzsteuer ausweisen. Daneben gilt es einige weitere Freigrenzen zu beachten, damit Bafög und Familienversicherung nicht wegfallen. Wer sich an die steuerlichen Spielregeln hält, kann mit der Selbstständigkeit deutlich mehr verdienen als die festangestellten Studentengenossen.


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